Verschwörung
Gelegentlich lerne ich Zusammenhänge, die ich eigentlich nicht wissen will. Offensiv vermittelt von Leuten, deren Qualifikation im Dunkeln liegt. Das veranlasst mich manchmal tatsächlich zu eigenen Recherchen und sogar Überlegungen. Vielleicht gibt es wirklich etwas für mich zu lernen. In Extremfällen bin ich, quasi als Gegenleistung, bereit, den Belehrenden an meinen Erkenntnissen teilhaben zu lassen. Schriftlich! Einerseits, weil solche Leute in der mündlichen Debatte ohnehin nicht zuhören, andererseits, um mich selbst zu disziplinieren und meiner Darstellung ein System zu geben. Manchmal kommt es zu Überschneidungen mit Äußerungen an anderer Stelle. Macht nix, da müssen wir durch.
Hier kommt das Beispiel eines so entstandenen Schriftwechsels. Einseitig, weil der „Gesprächspartner“ nur mündlich argumentiert, um sein Engagement mit Gestik und Mimik unterstreichen zu können. Für ihn hat das den Vorteil, dass er nicht „festzunageln“ ist und seine Statements flexibel anpassen kann. Nachdem ich meinen „Lehrer“ über meine Sichtweise informiert hatte, legte er bei nächster Gelegenheit mündlich nach, was mich wiederum veranlasste, meinerseits schriftlich nachzulegen. Das Ganze endete damit, dass er sich nicht mehr meldete. Mission impossible. Nun habe ich die Hoffnung, mit den folgenden Briefen künftige Belehrungen schon vorab zu beantworten.
Der Schriftwechsel liegt übrigens heute ca. drei Jahre zurück, ist aber gerade heute wieder hochaktuell.